Uns wird wiederum ein extrem reichhaltiges Frühstück serviert. Wiederum essen wir alleine. Bevor wir aufbrechen können wir mit einem jungen Iban noch Blasrohr schiessen. Das macht Spass und wir treffen erstaunlich gut. Der Iban selber hats jedoch schon wesentlich besser im Griff.
Die zwei Jungs, welche uns gestern bekocht hatten, führen uns auf einem Iban Langboot auf einem Fluss durch den Dschungel. Der Rand des Langbootes ist nur gerade wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche, das Boot selber sehr schnell und wendig. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten und führt durch wunderschöne Dschungellandschaften. Dass der Himmel dabei die Schleusen geöffnet hat, machten gerade den besonderen Reiz aus. Wasser von oben, Wasser unten, herrliche Kulisse.
Durchnässt, aber fröhlich setzen wir uns wieder in den PW unseres Guides und machen uns auf die lange Rückfahrt. Dabei erzählt uns unser Guide noch einiges über die Iban (er ist selber in einem Langhaus aufgewachsen). So erfahren wir beispielsweise, dass 80% der Iban Christen sind. Dies hält sie aber nicht davon ab, vor ihrem Langhaus jeweils zwei Figuren zu platzieren, welche böse Geister fernhalten sollen. Oder die Schädel früherer Kopfjäger weiterhin dekorativ über der Veranda hängen zu lassen. (Die Iban waren früher Kopfjäger: Wollte ein Jüngling zeigen, dass er ein Mann ist und eine Braut erhalten darf, so hatte er einen abgeschlagenen Schädel eines verfeindeten Stammes aufzutreiben.) Oder an Geisteraustreibung zu glauben. Unser Guide erzählt uns drei Beispiele, die er selber erlebt hat. Für uns eine vollkommen andere Welt
Von Kuching geht es abends per Flugzeug nach Miri. Was für ein Ort! Kein Charme, und das Hotel, welches wir erwischten, passte zur Tristen Angelegnheit: es war total versifft. Müde wie wir nach dem vielen Reisen waren, fanden wir uns jedoch damit ab...
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