Kuching - Stadt der Katzen – 18. Tag
Den Morgen verbringen wir mit der Planung der nächsten Tage. Das stellt sich gar nicht so leicht heraus: es gibt viele Anbieter und noch mehr Angebote. Es gilt auszuwählen, zu vergleichen und zu streichen. Wir freuen uns riesig auf unsere nächsten Tage auf Borneo.
Bilder aus Kuching

Kuching - Stadt der KatzenKuching - Stadt der Katzen
ParlamentsgebäudeParlamentsgebäude
WaterfrontWaterfrontNachmittags besuchen wir die unzähligen Läden und Stände an der Waterfront. Die Gratwanderung zwischen Kommerz und Bodenständigkeit ist hier gut gelungen. Am betsten gefallen uns die verschiedensten gewobenen Stoffe und die Schnitzereien. Einen Schreiner, der aus grossen Wurzelstöcken Möbel wie Tische und Stühle herstellt, besuchen wir mehrfach. Kaufen dann aber doch nichts, da uns ein Tisch auf der Rucksackreise doch etwas unpraktisch erscheint!
Für mich als Mann sind natürlich auch die Stände mit den unterschiedlichsten, farbenfrohen und kreativ gebastelten Potenzmittelchen und Hilfsmittel spannend. Nicht dass ich davon auch nur etwas ausprobieren wollte. Aber die Erläuterungen der Verkäufer hinter vorgehaltener Hand klingen doch sehr abenteuerlich und weit hergeholt. Ob sie selber glauben, was sie mir da über Wirkung und Heilung erzählen, kann ich nicht herausfinden.
Für mich als Süssigkeitenliebhaber auch spannend die sicher 20 Stände zwischen jenen mit Potenzmittelchen. Alle bieten Sie den Touristen, von denen gar nicht so viele da sind, dasselbe an: den genau gleichen Kuchen, in unterschiedlichsten grellen Varianten eingefärbt. Was es auf sich hat mit diesem Kuchen, den wir sonst nirgends entdeckt haben - keine Ahnung. Die Verkaufer sagen auf jeden Fall, es sei eine Spezialität von hier! Ich kann es nicht lassen und muss wissen, wie denn diese grellen Dinger schmecken. Da es keine einzelnen Stücke gibt, muss ein ganzes Teil her. Und: Es schmeckt im Gegensatz zur Färbung wie ein ganz gewöhnlicher, normaler Kuchen. Irgendwie enttäuschend...
Warum Kuching den Übernamen "Stadt der Katzen" hat, finden wir ebenfalls nicht heraus. Es gibt hier nicht wirklich mehr dieser mageren, meist schwanzgekürzten Katzen wie anderswo auf Borneo. Vermutlich hat mal ein schlechtes Marketinggenie die glorreiche Idee zu diesem Übernamen gehabt. Auf jeden Fall wimmelt es in der Stadt nun von Katzen: in Läden, in Kreiseln, als Süssigkeiten...
Am Abend dann erfahren wir, dass es hier doch auch Kriminalität gibt: Die Zimmernachbarin wurde Opfer eines Entreissdiebstahls. Ein Mofa fuhr an ihr vorüber, ihr wurde die Tasche mit allen Ausweisen und Fotoapparata entrissen. Das gibt Komplikationen und Unterbrechung der Reise. Sie ist ganz hysterisch. Wenigstens hat sie gesundheitlich keinen Schaden davongetragen.
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